Der Distelfink
Donna Tartt
Theo Decker überlebt ein Bombenattentat im Metropolitan Museum. Im Chaos nimmt er ein Gemälde mit – Carel Fabritius' Distelfink. Eine Tragödie, die sein Leben prägt.
Worum geht es?
Donna Tartt brauchte elf Jahre für diesen Roman – und gewann den Pulitzer-Preis. Theo Decker, 13 Jahre alt, überlebt einen Bombenanschlag im Metropolitan Museum of Art. Seine Mutter stirbt. Im Schockzustand nimmt er ein kleines Gemälde mit – Carel Fabritius' Distelfink aus dem Jahr 1654. Was als Versehen beginnt, prägt sein gesamtes Leben: durch reiche Pflegefamilien in New York, in die Wüstenwüstenei von Las Vegas mit seinem nichtsnutzigen Vater, in die Welt der Antiquitätenrestauratoren und schließlich in eine Kriminalstory rund um internationale Kunstdiebe. Der Roman ist ein Ungetüm – 1.000 Seiten dichteste Prosa, eine Hommage an Dickens und Dostojewski. Lesen oder hören kostet Zeit, gibt aber zurück: Tartts Sprache ist berauschend, ihre Bilder bleiben jahrelang im Kopf.
Für wen lohnt es sich?
Für Liebhaber großer Romane
Wer Donna Tartts Die geheime Geschichte mochte oder ihn liebt, kommt um diesen Roman nicht herum.
Für Kunstinteressierte
Ein Gemälde steht im Zentrum – und Tartt erklärt nebenbei eine ganze Welt der Restauration und des Sammelns.
Für ausdauernde Hörer
32 Stunden in einem Universum, das man nicht mehr verlassen will.
Eher nichts für dich wenn …
Wer Tempo braucht und keine ausschweifenden Beschreibungen verträgt, sollte zu einem schlankeren Roman greifen. Tartt liebt das Verweilen.
„Manche Dinge sind so schön, dass sie selbst aus dem Schmerz noch eine Form von Glück machen.“
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