Die Wand
Marlen Haushofer
Eine Frau erwacht in einer Berghütte – die ganze Welt jenseits einer unsichtbaren Wand ist erstarrt. Sie ist allein. Marlen Haushofers vergessener Meisterroman.
Worum geht es?
Marlen Haushofers Roman aus dem Jahr 1963 ist eines der wichtigsten Werke der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts – und gleichzeitig eines der am längsten unterschätzten. Eine namenlose Erzählerin verbringt ein Wochenende mit Freunden in deren Berghütte. Als sie morgens erwacht, sind die Freunde verschwunden. Sie geht hinunter ins Dorf – und stößt auf eine unsichtbare Wand. Jenseits der Wand: Menschen, eingefroren mitten in einer Bewegung. Tiere, erstarrt. Tot, vielleicht. Lebend, vielleicht. Die Erzählerin ist allein in den Bergen, mit einem Hund, einer Kuh und einer Katze. Was folgt, ist die akribische, jahrelange Chronik einer Frau, die lernen muss, allein zu überleben – körperlich und seelisch. Ein Buch über Einsamkeit, Natur und das, was vom Menschen übrigbleibt, wenn er ganz auf sich gestellt ist.
Für wen lohnt es sich?
Für Klassiker-Liebhaber
Ein vergessenes Meisterwerk, das es zu entdecken lohnt.
Für Naturmenschen
Die Berge, die Tiere, der Wandel der Jahreszeiten – das Buch ist eine Naturhymne.
Für feministische Hörer
Eine Frau, die ohne Männer überlebt – und dabei entdeckt, wie viel sie kann.
Eher nichts für dich wenn …
Wer Spannung und schnelle Handlung braucht, wird verzweifeln. Das Buch ist langsam, intern, fast meditativ.
„Die Wand war da. Ob sie aus Glas war oder aus Nichts, machte keinen Unterschied. Sie war undurchdringlich.“
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