
Stoner
John Williams
William Stoner, Sohn eines Farmers aus Missouri, wird Universitätslehrer. Sein Leben ist still, unspektakulär und – wenn man genau hinhört – einer der bewegendsten Romane der amerikanischen Literatur.
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Worum geht es?
John Williams' Roman aus dem Jahr 1965 wurde lange übersehen – bis er um 2010 wiederentdeckt wurde und sich zum Welterfolg entwickelte. William Stoner wird auf einer kleinen Farm in Missouri geboren, geht auf Drängen seines Vaters zur Universität, um Landwirtschaft zu studieren – und entdeckt durch Zufall die englische Literatur. Er wird Professor, heiratet die falsche Frau, hat eine kurze Affäre, verliert Konflikte gegen einen einflussreichen Kollegen, stirbt am Ende an Krebs. Klingt nicht spektakulär? Williams' Genie liegt darin, in diesem unspektakulären Leben die größten Themen menschlicher Existenz aufzudecken: Liebe, Arbeit, Würde, das stille Beharren auf einer Sache, an die man glaubt. Eines der schönsten Bücher, die je geschrieben wurden – auch wenn nicht jeder das auf Anhieb erkennt.
Für wen lohnt es sich?
Für Liebhaber großer stiller Literatur
Wenn dir Robert Seethaler gefällt, ist Stoner die amerikanische Variante davon.
Für Bildungs-Verteidiger
Eine Hymne auf die Universität, das Lehren, das stille Verteidigen von Werten.
Für Sucher nach echter Tiefe
Kein Tempo, kein Twist – aber Gefühle, die hängenbleiben.
Eher nichts für dich wenn …
Wer Action und Plot braucht, wird Stoner langweilig finden. Es ist ein Leben in 10 Stunden – ohne Höhepunkt, ohne Erlösung.
„In einem Leben, das wir nicht selbst gewählt haben, suchen wir trotzdem die Würde – und manchmal finden wir sie.“




