Der Vorleser
Bernhard Schlink
Ein 15-Jähriger beginnt eine Affäre mit einer 36-jährigen Frau. Jahre später sitzt sie als KZ-Wärterin vor Gericht. Schlinks Welterfolg über Schuld und Schweigen.
Worum geht es?
Bernhard Schlinks Welterfolg, übersetzt in 51 Sprachen, ist eine der wichtigsten literarischen Auseinandersetzungen mit der zweiten Generation nach dem Holocaust. Der 15-jährige Michael verliebt sich in die fast doppelt so alte Hanna – sie schlafen miteinander, und er muss ihr vorlesen, immer wieder. Eines Tages verschwindet sie. Jahre später, als Jurastudent, sieht Michael sie wieder: angeklagt als KZ-Aufseherin. Hat sie sich der Mitschuld an der Ermordung jüdischer Häftlinge schuldig gemacht? Schlink zwingt seine Leser, eine Frage auszuhalten, auf die es keine bequeme Antwort gibt: Was wiegt schwerer – Liebe oder Schuld? Verstehen oder verurteilen? Ein Buch, das auch Jahrzehnte später keine Antwort gibt – und gerade deshalb funktioniert.
Für wen lohnt es sich?
Für Leser ernster Literatur
Wer sich der NS-Aufarbeitung literarisch nähern will, findet hier einen modernen Klassiker.
Für Diskussionsfreudige
Das Buch eignet sich für Lesekreise wie kaum ein anderes – Antworten gibt es nicht, nur Fragen.
Für Schüler und Studenten
Standardlektüre an Schulen und Unis. Knapp, klar, gut zu analysieren.
Eher nichts für dich wenn …
Wer leichte Unterhaltung sucht, sollte dieses Buch meiden – es geht in dunkle, unaufgelöste Räume und gibt keinen Trost.
„Die Schichten unseres Lebens ruhen so dicht aufeinander auf, dass uns im Späteren immer Früheres begegnet.“
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