
Tausend strahlende Sonnen
Khaled Hosseini
Mariam und Laila werden Ehefrauen desselben gewalttätigen Mannes im Kabul der 90er Jahre. Khaled Hosseinis zweiter Welterfolg über Frauen, die alles ertragen – bis zu einem Punkt.
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Worum geht es?
Khaled Hosseinis zweiter Roman nach Drachenläufer ist vielleicht der noch eindringlichere. Tausend strahlende Sonnen erzählt die parallelen Leben zweier afghanischer Frauen, deren Wege sich schließlich kreuzen. Mariam, uneheliche Tochter eines reichen Mannes, wird mit 15 an einen 30 Jahre älteren Schuhmacher verheiratet. Jahrzehnte später wird die viel jüngere Laila zweite Ehefrau desselben Mannes – Rasheed, gewalttätig, kontrollierend. Aus zunächst feindseligen Mit-Frauen werden Verbündete in einem Überlebenskampf, der durch die sowjetische Besatzung, den Bürgerkrieg und das Taliban-Regime führt. Hosseini schreibt mit der ruhigen Würde eines Erzählers, der weiß, dass keine Worte die Realität dieser Frauen voll erfassen können. Eines der wichtigsten Bücher über das Leben unter dem Taliban-Regime.
Für wen lohnt es sich?
Für Drachenläufer-Fans
Wer den Vorgänger mochte, findet hier den zweiten, vielleicht stärkeren Roman.
Für politisch Interessierte
Lebensgeschichte zweier Frauen unter dem Taliban-Regime – akribisch und persönlich.
Für Lesekreise
Reichlich Diskussionsstoff über Frauenrechte, Familie und Würde.
Eher nichts für dich wenn …
Wer mit häuslicher Gewalt nicht umgehen kann, sollte vorsichtig sein – einige Szenen sind schwer auszuhalten.
„Tausend strahlende Sonnen verbergen sich hinter ihren Mauern – jedes Mädchen, jede Frau, ein Licht, das niemand sehen darf.“




