Über Menschen
Juli Zeh
Berlinerin Dora flüchtet in den Brandenburger Lockdown – und landet neben einem selbsterklärten Dorf-Nazi. Juli Zehs Roman über das ganz normale Deutschland.
Worum geht es?
Dora hat genug. Von Berlin, von ihrem grünen Freund, vom Corona-Wahnsinn. Sie zieht aufs Land, in ein heruntergekommenes Haus in Brandenburg. Direkt nebenan: Gote, ein dorfbekannter Nazi mit Bierbauch und kaputter Vergangenheit. Was als Distanz-Anekdote zwischen zwei Welten beginnt, wird zur differenzierten Auseinandersetzung mit dem, was Deutschland im Jahr 2021 ist: einsam, gespalten, voller Klischees, die niemand mehr ernst nimmt, aber an die sich alle klammern. Juli Zeh zerlegt mit ihrem präzisen Stil jedes ihrer Charakterklischees, ohne zynisch zu werden – und schafft am Ende einen Roman, der wütend, traurig und überraschend hoffnungsvoll ist. Spiegel-Bestseller, monatelang Nummer eins.
Für wen lohnt es sich?
Für Leser politischer Gegenwartsliteratur
Wenn dich gespaltene Gesellschaften interessieren, ist Zeh die deutsche Stimme dazu.
Für Aussteiger-Fantasten
Die Idee, aus Berlin aufs Land zu ziehen, bekommt hier einen ehrlichen Realitäts-Check.
Für Lesekreise
Reichlich Diskussionsstoff: Nachbarschaft, Toleranz, was "normal" überhaupt heißt.
Eher nichts für dich wenn …
Wer auf einen klaren ideologischen Standpunkt hofft, wird enttäuscht. Zeh urteilt nicht – und macht es ihren Lesern damit unbequem.
„Das Komische ist: Du redest mit Menschen, die dich hassen sollten. Und du redest gern mit ihnen.“
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